Am Sonntag hatte ich beim zappen durchs Fernsehprogramm eine Übertragung von der Fecht WM in Leipzig gesehen. Dort kam dann auch eine Ankündigung für die Säbel Halbfinals und Finale der Männer gestern Abend. Es war sehr schön mal wieder Fechten sehen zu können. Da hat sich ja so einiges verändert. Funkübertragung der Signale an die Anlage. Also keine nervigen Kabel mehr. Blinkende Masken die dazu noch ein transparentes Fenster hatten. Als der Kommentator dann aber davon sprach, dass sich seit der Einführung des Elektrofechtens ja einiges getan hat musste ich schon ein wenig schmunzeln. Denn das klang gerade so, als ob das erst seit ein paar Jahren so ist. Aber als ich vor knapp 20 Jahren mit dem Fechten begonnen habe hielt das Einzug. Als ich ungefähr 1992 aufgehört habe war das E-Fechten bereits in vollem Gange.
Das Herrensäbel Fechten war dermaßen schnell, dass man wirklich Probleme hatte mitzukommen. Selbst in der Zeitlupe war es manchmal schwer zu entscheiden. Da ist mal wieder höchster Respekt gegenüber den Schiedsrichtern angebracht die all dieses ohne Zeitlupe entscheiden. Manchmal konnte man richtig schöne Parada Riposte Aktionen sehen. Mit meinen Reflexen wäre ich wohl nie auf einen grünen Zweig gekommen mit meinen Anstrengungen im OFC Bonn damals. Trotzdem musste ich an meine Einzelübungen mit Tomas oder Boris denken in denen wir trainierten den Handschuh zu treffen. Das war schon so ziemliche Maßarbeit. Ich weiss gar nicht ob ich mal in einem Wettkampf auf diese Art einen Treffer gelandet habe. Bis auf die letzten beiden meiner “Karriere” waren da ja aber eignetlich auch nur schlechte Platzierungen bei.
Beim Damendegen dagegen konnte man noch recht gut mitkommen. Das war eine komplett andere Art des Fechtens. Säbel war eher schnell und agressiv während das Degenfechten eher Taktik und abwarten war.