EPIA im CD-Player
Anforderungen
Hardware
Aufbau
Software
Stromverbrauch
Anforderungen
Die Anforderungen die ich an mein System gestellt hatte waren eigentlich recht einfach:
- Einbau in HiFi Komponente
- Betrieb 14h/Tag 7 Tage/Woche
- geringer Stromverbrauch
- möglichst leise
Da ich schon lange ein Auge auf die EPIA Motherboards von VIA geworfen hatte wollte ich eines dieser Boards dafür einsetzen. Ich wusste nur noch nicht welches. Aufgrund meines Wunsches ein passiv kühlbares System zu betreiben entschied ich mich sehr schnell für das ME6000 welches DDR-RAM nutzt und mit dem CLE266 auch einen moderneren Chipsatz einsetzt als die etwas ältere V-Serie.
Hardware
Eingesetzte Hardware:
- VIA EPIA ME6000
- Apacer 256MB DDR-RAM
- 3,5″ Seagate Baracuda IV HDD 1
- Pioneer DVD-106S 2
- Wandlerplatine
- IR-Receiver in Eigenbau
- Soundblaster live! value
- 80mm Lüfter
- 250 W No-Name ATX-Netzteil
1 Komponenten waren noch vorhanden.
2 Wurde nur zur Installation des Betriebssystems angeschlossen.
Bei der Wandlerplatine schwanke ich zur Zeit zwischen mehreren Varianten. Die billigste Version wäre wohl die Wandlerplatine von Morex mit 60W. Aufgrund der Notwendigkeit diese im Gehäuse zu befestigen und dem verbrauchten Platz ziehe ich allerding die anderen Varianten vor. Zum einen wäre da das iTuner PW-70. Dieses ist teurer als das Netzteil von Morex wird aber direkt auf den ATX-Stecker am Motherboard aufgesteckt. Die deluxe Variante wäre das neue picoPSU-120. Dieses ist noch kleiner als das PW-70 und wird ebenfalls auf das Motherboard aufgesteckt. Im Grunde ist es alles nur eine Frage des Geldes. Das picoPSU besitzt wohl einen besseren Wirkungsgrad als das PW-70 weswegen ich es eigentlich bevorzuge.
Aufbau
Der Rechner ist zwar mittlerweile einsatzbereit allerdings ist er immer noch weit davon entfernt fertig zu sein. Aufgrund der fehlenden internen Wandlerplatine muss ich zur Zeit ein normales ATX Netzteil nutzen. Da dieses aber zu groß für das Gehäuse ist kann ich den Deckel noch nicht aufsetzen.
Airtunnel
Powerschalter
Während meiner Arbeit hatte ich aus Versehen ein Loch in die Vorderseite des Drückers gebohrt. Dieses Loch habe ich nun dazu genutzt eine grüne LED einzubauen. Nun zeigt mir diese LED an ob der Rechner eingeschaltet ist oder nicht. Über eine kleine Platine kann die Leuchstärke der LED auch noch reguliert werden. Im Endzustand habe ich mir überlegt die LED über den Lautstärkeregler für die Kopfhörer einzustellen. Da muss ich mir aber noch etwas überlegen, da ich darüber eigentlich auch die Helligkeit des Displays einstellen wollte.
Festplattenhalterung
Die durchgehenden Profile sollen gleichzeitig die Wärmeableitung ein wenig verbessern. Viel bringt das sicher nicht, aber auch wenn ich nur dran glaube hats ja schon geholfen.
IR-Receiver
Software
Das Betriebssystem auf welchem das ganze läuft ist debian in der aktuellen stable version sarge. Hauptaufgabe des Rechners ist das abspielen von Musik im mp3 Format. Zum abspielen der Musik wählte ich den Music Player Daemon, da er sehr wenig resourcen verbraucht und auch über das Netzwerk bedient werden kann. Außerdem nutze ich den Rechner noch als Fileserver/Backup für meinen Laptop.
Da ich für diverse Programme einen eigenen Kernel backen musste griff ich auf den 2.6.12 zurück welchen ich noch mit ein paar EPIA spiezifischen Patches versah. Die .config dazu habe ich mal online gestellt, damit sie so manchem vielleicht als Vorlage dienen kann.
Zum auswerten der Signale des IR-Receivers benutze ich lirc. lirc ist sozusagen der Standard unter Linux für diese Aufgabe und bietet eine Vielzahl an unterstützten Fernbedienungen und eine Fülle an Möglichkeiten. Einmal eingerichtet läuft das ganze wunderbar und zuverlässig. Zu Beginn war es allerdings ein wenig kompliziert, da ich aufgrund des neueren Kernels lirc selbst kompilieren musste.
Stromverbrauch
Heute hat es mich irgendwie gepackt und ich hab mir bei meinem örtlichen Stromversorger mal ein Verbrauchsmessgerät für elektrischen Strom ausgeliehen. Das ganze ist kostenlos und ich brauchte nur einen Wisch zum Ausleihen zu unterschreiben.
Nun aber zum interessanten Teil des ganzen, nämlich den Messergebnissen:
| Stand-By | 10 W |
| Start ( Spitzenwert) | 76 W |
| Start (Durchschnittswert) | 50 W |
| Musikwiedergabe mit mpd (Play) | 46 W |
| Musikwiedergabe mit mpd (Pause) | 45W |
| Shutdown (Spitzenwert) | 50 W |
Das sind, wie ich finde, alles recht gute Werte, wenn man bedenkt, dass es sich um ein ganz normales ATX-Netzteil mit 250 W handelt. Bei Verwendung eines auf ITX zugeschnittenen Netzteils wie einem picoPSU oder einem Morex-Wandler sollten sich diese Werte denke ich noch um ein paar Watt senken lassen.
Der Wert der mich allerdings etwas schockiert hat waren die 10 W (!!) im Stand-By. Ob das nun normal ist, oder daran liegt, dass ich Wake-on-Lan aktiviert habe weiss ich nicht genau. Dafür müsste ich wohl noch eine Messsung mit abgeschalteten WOL machen. Das will ich aber ehrlich gesagt nicht, weil ich nicht weiss ob ich es dann vom Betriebssystem her wieder aktiviert bekomme.
Momentanes Aussehen: